geben


geben

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ge|ben ['ge:bn̩], gibt, gab, gegeben:
1. <tr.; hat (durch Übergeben, Überreichen, [Hin]reichen, Aushändigen) in jmds. Hände gelangen lassen:
gib mir mal bitte den Bleistift; der Lehrer gibt dem Schüler das Heft; lass dir eine Quittung geben; kannst du mir etwas Geld geben?; <auch itr.> jmdm. zu essen, zu trinken geben.
Syn.: aushändigen, herausgeben, herausrücken (ugs.), hergeben, in die Hand drücken, langen (ugs.), lockermachen (ugs.), reichen (geh.), übergeben, überreichen, versehen mit, versorgen mit, zur Verfügung stellen, zuspielen, zustecken, zuteilwerden lassen (geh.).
2. <+ sich> sich in einer bestimmten Weise benehmen:
er gibt sich, wie er ist; er gibt sich gelassen.
Syn.: sich aufführen, auftreten, sich betragen, sich gebärden.
3. <itr.; hat; unpers.> vorhanden sein, existieren, vorkommen:
es gibt noch die Möglichkeit …; dort soll es noch Kannibalen geben; Verbrechen hat es immer gegeben und wird es auch in Zukunft geben; es gibt heute weniger Bauern als vor zwanzig Jahren; der billigste Wein, den es gibt; beim Bäcker gab es um zehn Uhr schon keine Brötchen mehr; gibt es hier ein gutes Restaurant?; was gibts? (ugs.; was ist los, was ist dein Anliegen?).
Syn.: bestehen, da sein, leben.
4. <tr.; hat in verblasster Bedeutung: einen Bericht über etwas geben (über etwas berichten); einen Befehl geben (etwas befehlen); [eine] Antwort geben (antworten); [eine] Auskunft geben (etwas, wonach man gefragt wurde, mitteilen); jmdm. einen Rat geben (jmdm. raten); jmdm. ein Versprechen geben (etwas versprechen); die Erlaubnis zu etwas geben (etwas erlauben); eine Garantie geben (etwas garantieren); jmdm. einen Stoß geben (jmdn. stoßen); jmdm. einen Kuss geben (jmdn. küssen); ein Fest, Konzert, eine Party geben (ein Fest, Konzert, eine Party veranstalten); die Räuber von Schiller geben (die Räuber von Schiller aufführen);
es jmdm. geben (ugs.): jmdm. deutlich die Meinung sagen.

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ge|ben 〈V. 143; hat
I 〈V. tr.〉
I.I 〈persönl.〉
1. etwas \geben
 1.1 gewähren, hergeben
 1.2 ergeben, zum Ergebnis haben
 1.3 bezahlen (Geld)
 1.4 aufführen, veranstalten, stattfinden lassen (Bankett, Konzert, Theaterstück, Vorstellung)
2. jmdm. etwas \geben
 2.1 überlassen, übergeben
 2.2 in jmds. Besitz gelangen lassen, schenken
3. 〈meist V. intr.〉
 3.1 〈Kart.〉 austeilen
 3.2 〈Tennis〉 den Ball ins Spiel bringen, aufschlagen, angeben
● ein Wort gab das andere aus dem Wortwechsel wurde ein Streit; Gott geb's! hoffentlich!; gib's ihm! hau ihn!, sag ihm die Meinung!; der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen (Hiob, 1,21); Gott gebe, dass ... mit Gottes Hilfe möge ...; gib mir bitte das A! schlag den Ton A an (damit ich mein Instrument stimmen kann) ● (keine) Antwort \geben (nicht) antworten; jmdm. Aufklärung \geben (über etwas) jmdn. (über etwas) aufklären; jmdm. einen Auftrag \geben; einem Gedanken Ausdruck \geben einen Gedanken ausdrücken, in Worte fassen, mitteilen; Auskunft \geben; einer Sache ein anderes Aussehen \geben; jmdm. Bedenkzeit \geben; der Lehrer gibt Biologie und Chemie unterrichtet in B. u. Ch.; unser täglich Brot gib uns heute; seine Einwilligung (zu) etwas \geben einwilligen (in etwas); ein Essen \geben (offiziell veranstalten); einem Kind die Flasche \geben es aus der F. trinken lassen; ich gebe Ihnen eine Frist von zwei Tagen; ein Gastspiel \geben; das Geld (zu einem Unternehmen) \geben; gib mir Gelegenheit, mein Unrecht wiedergutzumachen; eine Gesellschaft \geben; gestern wurde im Theater „Hamlet“ gegeben; jmdm. die Hand \geben (zum Gruß); jmdm. beim Geräteturnen Hilfe \geben; ich habe heute Gäste, ich gebe Kaffee und Kuchen, eine kalte Platte usw. ich biete an; jmdm. einen Kuss \geben jmdn. küssen; die Lampe gibt gutes Licht; die Kuh gibt täglich zehn Liter Milch; sich Mühe \geben sich bemühen; du musst deinen Worten mehr Nachdruck \geben; jmdm. Nachricht \geben jmdn. benachrichtigen; einem Kind seinen (= den eigenen) Namen \geben es adoptieren; jmdm. eine Ohrfeige \geben; jmdm. Recht/recht \geben jmdm. zustimmen; gib doch endlich Ruhe! sei endlich still; bitte gib mir das Salz!; jmdm. die Schuld (an etwas) \geben; jmdm. seinen Segen \geben jmdn. segnen; das gibt Spaß macht Spaß; dem Pferd die Sporen \geben das Pferd mit den S. antreiben; jmdm. einen Stoß, einen Tritt \geben; jmdm. Stunden \geben jmdn. stundenweise unterrichten; jmdm. Unrecht/unrecht \geben jmdm. nicht zustimmen; jmdm. das Versprechen \geben, etwas zu tun versprechen; jmdm. einen Wink \geben jmdn. verstohlen auf etwas hinweisen; ich gebe dir mein Wort, dass ich es tue ich verspreche es dir; jmdm. ein Zeichen \geben ● dieser Vorfall gibt mir zu denken stimmt mich nachdenklich; jmdm. zu essen \geben; sich jmdm. zu erkennen \geben ihm sagen, wer man ist; sich die Speisekarte \geben lassen erbitten, verlangen; sein: Geben ist seliger denn Nehmen (Apostelgeschichte 20,35); jmdm. etwas zu verstehen \geben mit vorsichtigen Worten sagen, andeuten ● 12 geteilt durch 3 gibt 4; ich kann ihnen die Ware nicht billiger \geben überlassen, verkaufen; er gibt nicht gern er ist geizig; (nur) ein Schelm gibt mehr, als er hat unehrenhaft ist der, der mehr verschenkt, als er dann bezahlen kann; wer rasch gibt, gibt doppelt schnelle Hilfe ist am wirksamsten; es jmdm. tüchtig \geben 〈umg.〉 jmdm. gründl. die Meinung sagen ● etwas auf sich \geben etwas auf sich halten, sich pflegen; viel, wenig auf etwas \geben viel, wenig von etwas halten; jmdm. die Hand auf etwas \geben jmdm. etwas versprechen; einen Brief auf die Post \geben zur Post bringen; ich gäbe etwas darum, wenn ich wüsste, ob ..., wenn ich ... könnte; was hast du für den Mantel gegeben? bezahlt; ein Manuskript in Druck \geben drucken lassen; den Teig in eine Form \geben einfüllen, eingießen; einen Jungen in die Lehre \geben in einer Lehre ausbilden lassen; ein Manuskript in Satz \geben setzen lassen; jmdm. etwas in Verwahrung \geben jmdn. etwas verwahren lassen; keinen Laut od. Ton von sich \geben nichts sagen, sich ganz still verhalten; kein Lebenszeichen von sich \geben leblos scheinen, leblos sein; eine Meinung von sich \geben äußern; Speisen wieder von sich \geben erbrechen; jmdm. seine Tochter zur Frau \geben; einen Brief zur Post \geben auf die P. bringenwas wird das \geben? was wird daraus werden?; was gibst du mir dafür? ● es ist ihm nicht gegeben, seine Gefühle zu zeigen er kann seine G. nicht zeigen; es ist das Gegebene es ist das Beste, Nächstliegende; (das ist) gut gegeben! gut gesagt!; etwas als gegeben ansehen so tun, als ob es so wäre; etwas für gegeben nehmen so tun, als habe man es bekommen; ich habe vergessen, Ihnen Blumen mitzubringen! - Das macht nichts, ich nehm's, 〈od.〉 nehme sie für gegeben (und danke für die gute Absicht); im gegebenen Fall in diesem Fall, falls dieser Fall eintritt; zur gegebenen Zeit, zu gegebener Zeit wenn die Zeit dafür gekommen ist
I.II 〈unpersönl.〉
1. bestehen, vorhanden sein, existieren
2. geschehen, vorkommen
● gibt es jmdn., der mir helfen kann? ● es gibt Fälle, in denen man anders handeln muss; es gibt einen Gott; es wird heute noch Regen \geben es wird noch regnen; gleich gibt es Schläge!; wenn du das tust, wird es ein Unglück \geben; hier gibt es keine Wölfe mehr hier sind die Wölfe ausgestorben ● gibt es denn heute so etwas noch?; gleich gibt's was! gleich bekommst du eine Ohrfeige!; gleich wird das Gewitter losgehen!; gleich gibt es etwas zu essen!; das gibt es nicht! das kommt nicht in Frage!; das gibt es doch nicht! das ist doch unmöglich!; das hast du fein gemacht, da gibt's nichts! 〈umg.〉 dagegen ist nichts einzuwendenwas gibt's? was ist los?; was gibt es Neues?; was gibt es heute Abend im Theater?; was gibt es heute zu Mittag?
II 〈V. refl.〉 sich \geben
1. aufhören, sich bessern (Krankheit, Zustand)
2. sich ergeben, sich unterwerfen
3. sich verhalten, sich benehmen
● das wird sich schon \geben; die Schmerzen haben sich mit der Zeit gegeben ● sich besiegt \geben sich für besiegt erklären; sich gefangen \geben sich gefangen nehmen lassen; sie gibt sich ganz unbefangen
[<ahd. geban, engl. give, got. giban <idg. *ghabh-; hierzu Gabe; verwandt mit Gift]

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ge|ben <st. V.; hat [mhd. geben, ahd. geban, urspr. = nehmen; bringen, reichen]:
1.
a) (durch Übergeben, Überreichen, [Hin]reichen, Aushändigen) in jmds. Hände, Verfügungsgewalt gelangen lassen:
jmdm. die Speisekarte, dem Portier den Schlüssel, einem Kranken das Essen g.;
dem Patienten zu essen, zu trinken g.;
dem Taxifahrer das Geld g.;
sich <Dat.> eine Quittung g. lassen;
jmdm. [zur Begrüßung] die Hand g.;
jmdm. etw. in die Hand g.;
etw. nicht aus der Hand g.;
jmdm. Feuer g. (die Zigarette anzünden);
[jmdm.] etw. auf Kredit g. (überlassen);
[jmdm.] drei Euro für etw. g. (bezahlen);
eine Ware billig, zu teuer g. (landsch.; verkaufen);
wer gibt [Karten]? (teilt die Karten zum Spiel aus?);
du gibst (Ballspiele; hast Aufschlag, bringst den Ball ins Spiel);
ich gäbe viel darum, wenn ich das wüsste (ich wüsste es sehr gern);
Ü geben Sie mir bitte Herrn Meier (verbinden Sie mich bitte mit Herrn Meier, rufen Sie ihn bitte ans Telefon);
jmdm. gute Lehren mit auf den Weg g.;
b) als Geschenk, Spende in jmds. Besitz gelangen lassen:
der Vater gibt dem Kind Geld für ein Buch;
gibst du ihr etwas zum Geburtstag?;
dem Bettler eine milde Gabe g.;
bei den Sammlungen gibt er immer viel;
sie gibt gern (ist freigebig);
sie gab ihm ihre ganze Liebe;
Spr Geben ist seliger denn Nehmen (Apostelgeschichte 20, 35).
2. zu einem bestimmten Zweck überlassen, übergeben:
jmdn. jmdm. als Begleiter, zur Begleitung g. (als Begleitung mit jmdm. mitgehen lassen);
den Koffer in die Gepäckaufbewahrung, in Verwahrung g.;
das Kind in Pflege, in die Obhut der Eltern g.;
das Auto zur Reparatur, in die Werkstatt g.;
den Jungen in die Lehre g.;
den Aufsatz in Druck, zum Druck g. (veranlassen, dass er in die Druckerei kommt u. gedruckt wird);
das Paket zur Post g.
3.
a) (österr., sonst landsch.) irgendwohin tun:
Zucker an/über die Mehlspeise g.;
eine Decke auf den Tisch g.;
b) (Ballspiele) abgeben, weitergeben, spielen:
den Ball in die Mitte g.
4.
a) bieten, gewähren, zukommen lassen:
jmdm. ein Autogramm, ein Interview g.;
jmdm. Zeit, eine Frist g.;
jmdm. Rechenschaft, eine Chance g.;
die Ärzte geben der Kranken nur noch ein paar Wochen (nehmen an, dass sie nur noch ein paar Wochen zu leben hat);
jmdm. keinen Grund, keine Gelegenheit zu etw. g.;
[den Kunden] Kredit, Rabatt g.;
jmdm. eine gute Erziehung g.;
jmdm. ein Aufsatzthema g. (stellen);
jmdm. das a g. (Musik; für ihn den Ton a erklingen lassen, damit er sich beim Stimmen, beim Einsatz usw. bezüglich der Tonhöhe daran orientieren kann);
der Baum gab (spendete) uns Schatten;
das Telefon gibt uns die Möglichkeit, Informationen schnell weiterzuleiten;
[jmdm.] Unterricht g. (häufig verblasst; jmdn. unterrichten);
der Lehrer gibt (unterrichtet) Deutsch und Englisch;
jmdm. ein Zeichen g. (jmdn. durch ein Zeichen auf etwas hinweisen);
[jmdm.] keine Antwort g. ([jmdm.] nicht antworten);
sie hat [mir] keine Aufklärung darüber gegeben ([mich] darüber nicht aufgeklärt);
einen Bericht über etw. g. (über etw. berichten);
[jmdm.] Bescheid g. (jmdn. verständigen);
[jmdm.] Nachricht g. (jmdn. benachrichtigen);
[jmdm.] sein Wort, ein Versprechen g. ([jmdm.] etw. versprechen);
jmdm. die Versicherung g. (versichern), dass nichts davon stimme;
[jmdm.] einen Auftrag g. (jmdn. beauftragen);
einen Befehl g. (etwas befehlen);
[jmdm.] einen Beweis seiner Liebe g. (jmdm. seine Liebe beweisen);
sie hat [ihm] ihr Jawort gegeben (einer Heirat zugestimmt);
der Schiedsrichter gibt ein Tor, einen Freistoß (Sport; erkennt, entscheidet auf Tor, Freistoß);
[jmdm.] die Erlaubnis g. (erlauben), etw. zu tun;
[jmdm.] einen Rat g. (raten);
Gesetze g. (erlassen);
jmdm. einen Verweis g. (jmdn. rügen);
jmdm. einen Kuss g. (jmdn. küssen);
jmdm. einen Tritt g. (jmdn. treten);
jmdm. einen Stoß geben (jmdn. stoßen);
R gut gegeben (ugs.; gut geantwortet, eine schlagfertige Abfuhr erteilt);
es jmdm. g. (ugs.: 1. jmdm. gehörig die Meinung sagen. 2. jmdn. verprügeln);
b) verleihen (3):
jmdm. Mut, Hoffnung g.;
etw. gibt jmdm. Schwung, Auftrieb, Sicherheit;
seinen Worten Nachdruck g.;
etw. ist jmdm. gegeben (ist jmdm. als Anlage, natürliche Fähigkeit mitgegeben, liegt jmdm.);
mir ist es nicht gegeben, die Dinge leichtzunehmen.
5. bewirken, dass etw. vorhanden ist; erzeugen, hervorbringen:
die Kuh gibt Milch;
der Ofen gibt Wärme;
etw. gibt (ugs.; macht) Spaß.
6. veranstalten:
ein Fest, ein Essen g.;
eine Vorstellung, ein Konzert g.
7.
a) aufführen:
was wird heute im Theater gegeben?;
b) darstellen, spielen:
eine Rolle, den Helden des Stücks g.
8. zum Ergebnis haben:
zwei mal zwei gibt vier;
das gibt keinen Sinn;
der Junge gibt einen guten (wird ein guter) Kaufmann;
was wird das g.? (was wird daraus werden?);
was gibt das? (ugs.; was wird daraus);
Wein gibt (ugs.; macht) Flecke.
9. äußern, hervor-, herausbringen:
keinen Laut, Ton von sich g.;
Unsinn, Gemeinplätze von sich g.
10. (ugs.) erbrechen:
alles wieder von sich g.
11. auf etw. Wert legen, einer Sache Bedeutung beimessen:
viel auf gutes Essen g.;
nichts auf jmds. Urteil, auf eine Behauptung, Warnung g.;
etwas auf sich g. (auf sein Äußeres achten).
12. <g. + sich> sich in bestimmter Weise verhalten, benehmen:
sich gelassen, freundlich g.;
sich als biederer Bürger, als Experte g.
13. <g. + sich> nachlassen u. aufhören:
die Schmerzen werden sich g.
14. <g. + sich> (selten) sich finden, sich ergeben:
wenn sich eine Gelegenheit gibt;
das Übrige wird sich g.
15. <unpers.> vorhanden sein, existieren, vorkommen:
es gibt einen Gott;
in diesem Fluss gibt es viele Fische;
sie ist die beste Spielerin, die es gibt;
in dieser Stadt gibt es einige gute Restaurants;
gibt es dich auch noch? (ugs.; Frage, wenn man jmdn. lange nicht gesehen hat);
das gibt es (das kommt vor);
das gibt es ja gar nicht (existiert, besteht ja gar nicht);
das, so etwas gibt es [bei mir] nicht (das kommt bei mir nicht infrage; das ist ausgeschlossen, nicht möglich);
(ugs.:) was es nicht alles gibt!;
was gibt es [denn da] (ugs.; was ist [denn da] los?);
was gibt es Neues?;
was gibt es (ugs.; was ist) da zu lachen?;
es gab viel zu tun;
davon gibt es die Fülle, die Masse (sehr viel);
da gab es kein Entkommen (war kein Entkommen möglich);
R da gibts [gar] nichts (ugs.; das steht außer Frage, dagegen ist nichts zu unternehmen, kein Einwand möglich)
er ist der Beste, da gibts [gar] nichts.
16. <unpers.> angeboten, ausgegeben werden:
was gibt es, gab es [zu essen, zu Mittag]?;
an diesem Schalter gibt es Briefmarken (sind Briefmarken zu bekommen, zu kaufen);
was gibt es heute im Theater, im Fernsehen?
17. <unpers.> kommen, eintreten, geschehen [werden]:
es gibt [bald] Regen, ein Gewitter;
es gibt noch ein Unglück;
heute wirds noch etwas g. (ugs.; wird es noch regnen, wird noch ein Gewitter kommen);
wenn du nicht ruhig bist, gibts was (ugs.; wirst du bestraft, bekommst du Schläge).

* * *

ge|ben <st. V.; hat [mhd. geben, ahd. geban, urspr. = nehmen; bringen, reichen]: 1. a) (durch Übergeben, Überreichen, [Hin]reichen, Aushändigen) in jmds. Hände, Verfügungsgewalt gelangen lassen: jmdm. die Speisekarte, dem Portier den Schlüssel, einem Kranken das Essen g.; dem Patienten zu essen, zu trinken g.; dem Taxifahrer das Geld, seinen Lohn g.; sich <Dat.> eine Quittung g. lassen; jmdm. [zur Begrüßung] die Hand g.; jmdm. etw. in die Hand g.; etw. nicht aus der Hand g.; jmdm. Feuer g. (die Zigarette anzünden); Kaffee und Kuchen g. (seinen Gästen anbieten); [jmdm.] etw. auf Kredit g. (überlassen); [jmdm.] drei Mark für etw. g. (bezahlen); eine Ware billig, zu teuer g. (landsch.; verkaufen); wer gibt [Karten] (teilt die Karten zum Spiel aus)?; du gibst (Ballspiele; hast Aufschlag, bringst den Ball ins Spiel); ich gäbe viel darum, wenn ich das wüsste (ich wüsste es sehr gern); Ü geben Sie mir bitte Herrn Meier (verbinden Sie mich bitte mit Herrn Meier, rufen Sie ihn bitte ans Telefon); jmdm. gute Lehren mit auf den Weg g.; Vorsichtig schaltet sich Kochta ein, dämpft überschwängliche Hoffnung, gibt zu bedenken, dass geschrieben noch längst nicht gedruckt ist (Loest, Pistole 30); *was gibst du, was hast du (ugs.; sehr eilig, so schnell wie möglich; H. u.; viell. nach dem gedrängten Wortwechsel u. Austausch von Gesten bei Kauf, Tausch, Zug-um-Zug-Geschäften): was gibst du, was hast du weglaufen; b) als Geschenk, Spende in jmds. Besitz gelangen lassen: der Vater gibt dem Kind Geld für ein Buch; gibst du ihr etwas zum Geburtstag?; dem Bettler eine milde Gabe g.; bei den Sammlungen gibt er immer viel; sie gibt gern (ist freigebig); Ü sie gab ihm ihre ganze Liebe; Spr Geben ist seliger denn Nehmen (Apostelgeschichte 20, 35). 2. zu einem bestimmten Zweck überlassen, übergeben: jmdn. jmdm. als Begleiter, zur Begleitung g. (als Begleitung mit jmdm. mitgehen lassen); den Koffer in die Gepäckaufbewahrung, in Verwahrung g.; das Auto zur Reparatur, in die Werkstatt g.; den Jungen in die Lehre g.; das Kind in Pflege, in die Obhut der Eltern g.; Als er drei Jahre alt ist, gibt sie ihn in einen Kindergarten (Chotjewitz, Friede 11); den Aufsatz in Druck, zum Druck g. (veranlassen, dass er in die Druckerei kommt u. gedruckt wird); das Paket zur Post g. 3. a) (landsch.) irgendwohin tun: Zucker an/über die Mehlspeise g.; eine Decke auf den Tisch g.; b) (Ballspiele) abgeben, weitergeben, spielen: den Ball in die Mitte g. 4. a) bieten, gewähren, zukommen lassen: jmdm. ein Autogramm, ein Interview g.; jmdm. Zeit, eine Frist g.; jmdm. Rechenschaft, eine Chance g.; Der Saalepark ist das größte Einkaufszentrum ... und gibt 4 000 Menschen Arbeit (Woche 14. 3. 97, 58); die Ärzte geben der Kranken nur noch ein paar Wochen (nehmen an, dass sie nur noch ein paar Wochen zu leben hat); jmdm. keinen Grund, keine Gelegenheit zu etw. g.; [den Kunden] Kredit, Rabatt g.; jmdm. eine gute Erziehung g.; Für meine Fans gebe ich alles, was ich kann (Freizeitmagazin 10, 1978, 16); jmdm. ein Aufsatzthema g. (stellen); jmdm. das a g. (Musik; für ihn den Ton a erklingen lassen, damit er sich beim Stimmen, beim Einsatz usw. bezüglich der Tonhöhe daran orientieren kann); der Baum gab (spendete) uns Schatten; das Telefon gibt uns die Möglichkeit, Informationen schnell weiterzuleiten; (häufig verblasst:) [jmdm.] Unterricht g. (jmdn. unterrichten); der Lehrer gibt (unterrichtet) Deutsch und Englisch; jmdm. ein Zeichen g. (jmdn. auf etw. aufmerksam machen); Der zweite Angriff gegen 1.30 Uhr sei so überraschend und schnell gekommen, dass nicht einmal Alarm gegeben (ausgelöst) worden war (Bienek, Erde 315); [jmdm.] keine Antwort g. ([jmdm.] nicht antworten); sie hat [mir] keine Aufklärung darüber gegeben ([mich] darüber nicht aufgeklärt); einen Bericht über etw. g. (über etw. berichten); [jmdm.] Bescheid g. (jmdn. verständigen); [jmdm.] Nachricht g. (jmdn. benachrichtigen); [jmdm.] sein Wort, ein Versprechen g. ([jmdm.] etw. versprechen); jmdm. die Versicherung g. (versichern), dass nichts davon stimme; [jmdm.] einen Auftrag g. (jmdn. beauftragen); einen Befehl g. (etwas befehlen); Mir haben meine Eltern den schlichten Vornamen Karl gegeben (sie haben mich so genannt; Lentz, Muckefuck 7); [jmdm.] einen Beweis seiner Liebe g. (jmdm. seine Liebe beweisen); sie hat [ihm] ihr Jawort gegeben (einer Heirat zugestimmt); der Schiedsrichter gibt ein Tor, einen Freistoß (Sport; erkennt, entscheidet auf Tor, Freistoß); [jmdm.] die Erlaubnis g. (erlauben), etw. zu tun; [jmdm.] einen Rat g. (raten); Gesetze g. (erlassen); jmdm. einen Verweis g. (jmdn. rügen); jmdm. einen Kuss g. (jmdn. küssen); jmdm. einen Tritt g. (jmdn. treten); jmdm. einen Stoß geben (jmdn. stoßen); R gut gegeben (ugs.; gut geantwortet, eine schlagfertige Abfuhr erteilt)!; *es jmdm. g. (ugs.; 1. jmdm. gehörig die Meinung sagen. 2. jmdn. verprügeln); b) verleihen (3): jmdm. Mut, Hoffnung g.; etw. gibt jmdm. Schwung, Auftrieb, Sicherheit; seinen Worten Nachdruck g.; Dieses 0 : 0 gibt uns hoffentlich die richtige Motivation für unser nächstes Heimspiel (Kicker 6, 1982, 46); „Ich hab Arbeit“, sagte Schocker und bemühte sich, seiner Stimme Gleichgültigkeit zu g. (Ossowski, Flatter 157); etw. ist jmdm. gegeben (als Anlage, natürliche Fähigkeit mitgegeben, etw. liegt jmdm.); mir ist es nicht gegeben, die Dinge leicht zu nehmen. 5. bewirken, dass etw. vorhanden ist; erzeugen, hervorbringen: die Kuh gibt Milch; der Ofen gibt Wärme; etw. gibt (ugs.; macht) Spaß. 6. veranstalten: ein Fest, ein Essen g.; eine Vorstellung, ein Konzert g.; Ich werde von zwei Veranstaltern in einem Hotel empfangen und bedrängt, den versprochenen Klavierabend zu g. (Gregor-Dellin, Traumbuch 74). 7. a) aufführen: was wird heute im Theater gegeben?; b) darstellen, spielen: eine Rolle, den Helden des Stücks g.; wie ein Akteur, der jahrzehntelang Offiziere gegeben hatte, aber ... für einen Kollegen eingesprungen war, um einen Zivilisten zu markieren (Bieler, Mädchenkrieg 344). 8. zum Ergebnis haben: zwei mal zwei gibt vier; das gibt keinen Sinn; der Junge gibt einen guten (wird ein guter) Kaufmann; was wird das g. (was wird daraus werden)?; was gibt das (ugs.; was wird daraus)?; Wein gibt (ugs.; macht) Flecke. 9. äußern, hervor-, herausbringen: keinen Laut, Ton von sich g.; Unsinn, Gemeinplätze von sich g.; Dieser Mann muss alles von sich g., was ihn bewegt. Er ist ein Schwärmgeist (Strauß, Niemand 91); er konnte es nicht so recht von sich g. (ugs.; er konnte sich nicht so recht ausdrücken). 10. (ugs.) erbrechen: alles wieder von sich g. 11. auf etw. Wert legen, einer Sache Bedeutung beimessen: viel auf gutes Essen g.; nichts auf jmds. Urteil, auf eine Behauptung, Warnung g.; etwas auf sich g. (auf sein Äußeres achten). 12. <g. + sich> sich in bestimmter Weise verhalten, benehmen: sich gelassen, freundlich g.; Elsa hatte gehofft, dass sich die Dichterin in ihrer gewohnten Umgebung etwas unbefangener und gelöster g. würde (Strauß, Niemand 161); sich als biederer Bürger, als Experte g.; Vor allem die Programmierer geben sich gern als anarchische Elite (Woche 7. 11. 97, 19); Im Park viele Leute, die sich gaben, als genießen sie die sommerliche Sonne (Frisch, Montauk 205); Peer gibt sich, als wenn nie etwas zwischen uns gewesen wäre (Gabel, Fix 94); Berlin gab sich als eine vor Glück taumelnde Stadt (Loest, Pistole 49). 13. <g. + sich> nachlassen u. aufhören: die Schmerzen werden sich g.; der gereizte Ton hatte sich immer noch nicht ganz gegeben (H. W. Richter, Etablissement 94). 14. <g. + sich> (selten) sich finden, sich ergeben: wenn sich eine Gelegenheit gibt; das Übrige wird sich g. 15. <unpers.> vorhanden sein, existieren, vorkommen: es gibt einen Gott; in diesem Fluss gibt es viele Fische; sie ist die beste Spielerin, die es gibt; gibt es dich auch noch? (ugs.; Frage, wenn man jmdn. lange nicht gesehen hat); in dieser Stadt gibt es einige gute Restaurants; Mindestens 6 000 Arbeitsplätze könnten in Hamburg entstehen, wenn es die Schwarzarbeit nicht gebe. Davon ist die Handwerkskammer ... überzeugt (Hamburger Abendblatt 24. 8. 85, 11); Es wird sie immer g., jene Verrückten, die sich ... auf ihre Bretter stellen und kopfüber ins Tal stürzen (Woche 14. 11. 97, 52); ein bestochener Heizer wusste ..., dass es mich gab dort unten zwischen den Fässern (Frisch, Stiller 398); Im oberen Stockwerk, wo unser Zimmer lag, war es wohl immer dunkel, wenn es uns nicht gab (K. Mann, Wendepunkt 158); weil es ja in der ausgebombten Nietzschestraße noch kein elektrisches Licht gab (Hilsenrath, Nazi 75); das gibt es (das kommt vor); das gibt es ja gar nicht (existiert, besteht ja gar nicht); das, so etwas gibt es [bei mir] nicht (das kommt bei mir nicht infrage; das ist ausgeschlossen, nicht möglich); „Der Besitzer heißt Rolf Landert ...“ „Das gibts doch nicht, Schrag, haben Sie sich bestimmt nicht geirrt?“ (Ziegler, Liebe 42); (ugs.:) was es nicht alles gibt!; was gibt es [denn da] (ugs.; was ist [denn da] los)?; was gibt es Neues?; was gibt es (ugs.; was ist) da zu lachen?; es gab viel zu tun; davon gibt es die Fülle, die Masse (sehr viel); da gab es kein Entkommen (war kein Entkommen möglich); R da gibts [gar] nichts (ugs.; das steht außer Frage, dagegen ist nichts zu unternehmen, kein Einwand möglich): er ist der Beste, da gibts [gar] nichts; die ersten acht Jahre haben Karin und ich eine prima Ehe geführt, da gibt es nichts (Hörzu 9, 1978, 12). 16. <unpers.> angeboten, ausgegeben werden: was gibt es, gab es [zu essen, zu Mittag]?; Da sie immer zu Onkel Willi und Tante Anna kam, wenn es Streuselkuchen gab (Lentz, Muckefuck 171); Diverse Tortellini-Gerichte gibt es für 14,80 Mark (a & r 2, 1997, 117); an diesem Schalter gibt es Briefmarken (sind Briefmarken zu bekommen, zu kaufen); was gibt es heute im Theater, im Fernsehen (was wird heute im Theater, im Fernsehen geboten)? 17. <unpers.> kommen, eintreten, geschehen [werden]: es gibt [bald] Regen, ein Gewitter; Der Juni kam, und schließlich gab es große Ferien (Lentz, Muckefuck 88); Trotz zehn Wochen langer stationärer Behandlung ... gab es keine Besserung (Hackethal, Schneide 133); es gibt noch ein Unglück; Es hat eine sehr scharfe Auseinandersetzung zwischen den Polen und ihm gegeben (Kant, Aufenthalt 129); Es ist besser, wenn sie nicht sehen, dass ich dich mit reinnehme. Sonst gibt's nur Stunk (Hilsenrath, Nacht 182); heute wirds noch etwas g. (ugs.; wird es noch regnen, wird noch ein Gewitter kommen); Zuerst hatte es nur Ohrfeigen gegeben (Sommer, Und keiner 376); wenn du nicht ruhig bist, gibts was (ugs.; wirst du bestraft, bekommst du Schläge). 18. <g. + sich> a) sich ergeben: Mit einem Satze springt er hinter dem Baum hervor und ... schreit: „Gib dich, Vermaledeiter!“ (Ebner-Eschenbach, Krambambuli 11); b) sich ↑begeben (1 a): Er warf sich nieder und betete leise mit Inbrunst ... Dann gab er sich zur Ruhe (Büchner, Lenz 93).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Geben — Gêben, verb. irreg. ich gebe, du gibst, er gibt, Conjunct. ich gebe; Imperf. ich gab, Conjunct. ich gäbe; Mittelw. gegeben; Imperat. gib. Es ist in doppelter Gestalt üblich. I. Als ein Activum, welches die dritte Endung der Person erfordert. 1.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • geben — geben: Das gemeingerm. Verb mhd. geben, ahd. geban, got. giban, aengl. giefan (engl. to give ist nord. Lehnwort), schwed. giva geht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf die idg. Wurzel *ghabh »fassen, ergreifen« zurück, vgl. z. B.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • geben — V. (Grundstufe) etw. in jmds. Hände legen Beispiele: Sie gab mir einen Apfel. Wann gibst du mir das Geld fürs Kino? geben V. (Aufbaustufe) drückt aus, dass etw. an einem bestimmten Ort vorhanden ist oder geschieht (Konstruktion mit es ) Beispiele …   Extremes Deutsch

  • geben — Vst. std. (8. Jh.), mhd. geben, ahd. geban, as. geban Stammwort. Aus g. * geb a Vst. geben , auch in gt. giban, anord. gefa, ae. giefan, afr. jeva. Dieses Verb ist außerhalb des Germanischen nicht unmittelbar zu vergleichen. Am nächsten steht ein …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • geben — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: • existieren • leben • vorhanden sein • schenken • anbieten • …   Deutsch Wörterbuch

  • geben — geben, gibt, gab, hat gegeben 1. Geben Sie mir bitte eine Quittung! 2. Können Sie mir etwas zum Schreiben geben? 3. Der Arzt hat mir eine Spritze gegeben. 4. Was gibt es im Fernsehen? 5. Es gibt bald Regen …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • Geben — 1. Als ich hatte was zu geben, wollten alle bei mir leben; nun mein Beutel worden leer, lässt sich keiner sehen mehr. 2. Bai giät, bat e hiät1, ies wärth, dat e leäwet. (Arnsberg.) – Firmenich, I, 353, 25; ostfriesisch bei Eichwald, 607. 1) Wer… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • geben — ge̲·ben; gibt, gab, hat gegeben; [Vt] 1 jemandem etwas geben etwas in jemandes Hände oder in seine Nähe legen / tun, sodass er es nehmen kann ≈ jemandem etwas reichen ↔ jemandem etwas (weg)nehmen: jemandem ein Buch geben; einem Kind ein Glas… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • geben — 1. a) aushändigen, hinreichen, in die Hand drücken, übergeben, überlassen, überreichen; (geh.): darbieten, darreichen, zukommen/zuteilwerden lassen; (oft geh.): reichen; (bildungsspr.): präsentieren; (ugs.): langen; (Papierdt.): verabreichen;… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • geben — Es einem geben: ihm gründlich die Wahrheit sagen, ihm keine Antwort schuldig bleiben; schon in Grimmelshausens ›Simplicissimus‹ (Bd. 3, S. 403): »Wol gegeben! sagte jener«. Vgl. auch unser Gut gegeben! Ironisch gebrauchte man im 18. Jahrhundert… …   Das Wörterbuch der Idiome


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